Fanprojekt Lübeck

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Aktuelles rund um das Fanprojekt

Fanguide EM 2016

Hier könnt ihr Euch über die EM in Frankreich auf dem Laufenden halten. Es gibt viele Infos über Land & Leute, Spielorte, Turnierverlauf und Fanbetreuung. Während der EM könnt ihr euch über Aktuelles informieren und euch den zu jedem Spiel erscheinenden Helmut durchlesen!... mehr

Weiße Adler, schwarze Adler – Polnische und deutsche Fußballer im Räderwerk der Politik

Das Fanprojekt Lübeck zeigt eine Ausstellung der Deutschen Botschaft in Warschau. Vom 31.05.2016 bis 08.06.2016 täglich von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr außer Sa/So im VIP- und Restaurantbereich der Lohmühle. Der Eintritt ist frei. Mit Polen verbindet Deutschland eine ganz besondere Fußballbeziehung. In der fast 50 Bild- und Texttafeln umfassenden Ausstellung wird erstmals geschildert, wie die politisch spannungsreiche Geschichte beider Länder den Fußball beeinflusst hat. Die Ausstellung beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg, taucht ein in die goldenen Jahre des FC Schalke, beleuchtet die NS-Zeit, die berühmte „Wasserschlacht“ von Frankfurt und zeigt ehemalige und aktuelle Fußballgrößen wie Ernst Willimowski, Szepan, Kuzorra, Stan Libuda, Hans Tilkowski, Miro Klose, Lukas Podolski und Robert... mehr

Pressemitteilung zu den sog. SKB-Dateien

Sehr geehrte Damen und Herren, „SKB-Datenbanken“, „Gruppen- und Szenegewalt“ und „Personagramme“     – in vielen Bundesländern werden zunehmend Daten über Fußballfans gesammelt, auch wenn diese strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten sind. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte betrachtet die jüngsten Veröffentlichungen zu den Datensammlungen der Hamburger und der Schleswig-Holsteinischen Polizei mit Sorge. Fußballfans stehen unter besonderer Beobachtung der Polizei. Dies ist keine große Neuigkeit, sondern wird von Fans seit vielen Jahren erfahren und ertragen. Dass aber durch die Polizei in den verschiedenen Bundesländern über die bekannte „Datei Gewalttäter Sport“ hinaus in hohem Maße personenbezogene Daten gesammelt, ermittelt und jahrelang gespeichert werden, stellt eine neue Dimension dar. Insbesondere die Tatsache, dass die Existenz der Dateien auch auf Anfrage hin verneint wurde, entspricht nicht unserer Auffassung von Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte und die ihr angeschlossenen Fanprojekte betreiben kontinuierlich vermittelnde Sozialarbeit, die unter anderem darauf abzielt das angespannte Verhältnis zwischen Fans und der Polizei ein Stück weit abzubauen. Das allgemein sehr schlechte Verhältnis wird durch die jüngsten Veröffentlichungen aus Hamburg und Schleswig-Holstein nachhaltig und wahrscheinlich auf lange Zeit gestört. Die sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschlandweit 56 Fanprojekt-Standorten haben kaum noch Argumente, die die Fans weiterhin zu einem offenen und konstruktiven Umgang mit den Sicherheitsinstitutionen anhalten. Dass auch Personen ohne strafrechtliche Erscheinung gespeichert werden, vermeintliche Bezugspersonen aufgeführt und ausgiebig weitere Informationen zur Füllung der Sammlung ermittelt werden, wirft viele Fragen auf. Im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), nach dem sozialpädagogische Fanprojekte arbeiten und gefördert werden, ist als ein Ziel formuliert: „Berechenbarkeit, klare Regeln und partnerschaftliche Kommunikation der Netzwerkpartner haben Vertrauen und Verhaltenssicherheit bei jungen Fans geschaffen.“ Die aktuellen Ereignisse sind... mehr

Fanprojekt Lübeck


Das Fanprojekt
Seit Beginn des Jahres 2008 (bereits zwischen 2001 und 2003 bestand in Lübeck ein Fanprojekt unter Trägerschaft der AWO) arbeitet das Fanprojekt Lübeck unter Trägerschaft des Internationalen Bundes.
Das Fanprojekt Lübeck arbeitet sozialpädagogisch nach § 11 und 13 SGB VIII. Zu den Zielen der Arbeit gehören unter anderem die Stärkung und Förderung von jungen Menschen im Zusammenhang mit Fußball und Fankultur, sowie der Abbau von extremistischen Orientierungen im Umfeld des Fußballsports.
Finanzierung
Bislang wurden die Fanprojekte zu je einem Drittel von Kommune, Bundesland und DFL bzw. DFB gemäß den Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit finanziert.
Seit dem 01.07.2013 hat sich die Finanzierung dahingehend geändert, dass der DFB bzw. die DFL sich mit der Hälfte des Etats beteiligen und Kommune und Land sich die andere Hälfte teilen.
Personal
Seit Saisonbeginn 2013 arbeitete das Fanprojekt Lübeck mit den Hauptamtlichen Mitarbeitern Manuel Kwiatkowski und Christian Hauschild in Vollzeit, sowie Stefan Richter in Teilzeit. Während Manuel Kwiatkowski schon seit 2008 im Fanprojekt tätig ist, stießen Christian Hauschild und Stefan Richter erst zu Saisonbeginn 2013/2014 hinzu. Christian Hauschild arbeitete vorher als Streetworker in den Stadtteilen Buntekuh / Moisling, hatte aber bereits Erfahrungen in der Fanprojektarbeit, da er vor seinem Umzug nach Lübeck drei Jahre im Kölner Fanprojekt tätig war. Stefan Richter arbeitet in einer Jugendeinrichtung in Quickborn und ist gleichzeitig noch Spieler des VfB Lübeck, was eine sehr gute Schnittstelle zum Verein und zu den Fans darstellt.

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Räumlichkeiten

Das Fanprojekt Lübeck verfügt über Räumlichkeiten in Stadionnähe, die die Fans selbstverwaltet nutzen können. Neben einem Gruppenraum, einer Küche, einem Lagerraum und einem Besprechungsraum befinden sich hier die beiden Büros der Mitarbeiter. Insgesamt stehen hierfür 150 m² zur Verfügung. Die Fanszene kann die Räumlichkeiten eigenständig nutzen. Neben Treffen zum Malen und Vorbereiten von Spruchbändern und Choreographien werden die Räumlichkeiten für regelmäßige Gruppenangebote genutzt.
Des Weiteren stehen die Räumlichkeiten den Kollegen des Großteams, bestehend aus Streetworkern, Jugendtreffmitarbeitern und Fanprojekt, für Dienstbesprechungen und Supervisionen zur Verfügung.


Arbeit mit den VfB Fans

Ende der 80-er Jahre begann man in Deutschland mit der sozialpädagogischen Arbeit mit Fußballfans. In Bremen wurde das erste Fanprojekt gegründet, was der Startschuss zu einer neuen Sparte der sozialen Arbeit war. In den darauffolgenden Jahren wurde diese Arbeit stetig ausgeweitet, vor allem in den letzten 10 Jahren entwickelte sich die Fanarbeit rasant. Mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 50 Fanprojekte. Um die Fanprojektarbeit zu professionalisieren wurde 1993 von der ständigen Konferenz der Innenminister das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) verabschiedet, nach dem alle Fanprojekte in Deutschland arbeiten. 2012 wurde dieses Konzept überarbeitet und aktualisiert.
Wie im NKSS festgeschrieben, unterliegt Fanprojektarbeit den gesetzlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches Achtes Buch (SGB VIII) und hierbei insbesondere dem § 13 SGB VIII, wonach jungen Menschen, zum Ausgleich ihrer sozialen Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen, sozialpädagogische Hilfen angeboten werden sollen, um ihre soziale Entwicklung und Integration zu fördern. Weiterhin wird die sozialpädagogische Arbeit mit Fußballfans im NKSS als unabhängig von den anderen, am Fußballgeschehen beteiligten Institutionen, beschrieben. Die Fanprojektarbeit gilt als aufsuchende Jugend- und Sozialarbeit mit Fußballfans, welche von anderen sozialen Einrichtungen nicht erreicht werden und bindet diese an Ihre Angebote. Dafür sind Fanprojekte, als vereinsunabhängige Angebote, eng mit der kommunalen Jugendhilfe vernetzt. Der fannahe Ansatz der Fanprojektarbeit soll jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen und sie bei der Bewältigung von »fußballspezifischen« und alltäglichen Problemen unterstützen. Dadurch werden junge Heranwachsende vor einem zunehmend devianten und damit problematischen Verhalten bewahrt.

Bezugnehmend auf die gesetzliche Grundlage richtet sich die Arbeit des Fanprojektes Lübeck an junge Fans des VfB Lübeck im Alter von 12 – 27 Jahren, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialer Schicht. Als oberste Grundlage gilt eine intensive Beziehungsarbeit, die langfristig ein belastbares Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Zielgruppe aufbaut. Dies geschieht in allererste Linie durch die Begleitung der Heim- und Auswärtsspielen des VfB Lübeck. Das Fanprojekt Lübeck ist in einem Netzwerk, bestehend aus Verein, Ordnungsdienst, Polizei und Jugendamt und übernimmt in diesem Netzwerk eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den verschiedenen Institutionen und zwischen den Institutionen und der Fanszene. Die Arbeit der Fanprojekte basiert auf Langfristigkeit und verfolgt konkrete Ziele wie z.B.:

 

  • Mobile Jugendarbeit (Begleitung der Fans bei Heim- und Auswärtsspielen)
  • Netzwerk- und Gremienarbeit
  • Freizeit-, kultur- und erlebnispädagogische Angebote
  • Gewaltprävention
  • Beratung und Unterstützung bei allen persönlichen Problemen
  • Vermittler für alle Institutionen in Fragen zu Fanangelegenheiten, sowie bei Konflikten zwischen Polizei, Ordnungskräften und Fans
  • Stärkung des Selbstwertgefühls junger Fans
  • Unterstützung von Arbeit gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung, Sexismus, Homophobie und Antisemitismus
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Öffentlichkeitsarbeit

Besonders im Bereich „Beratung und Unterstützung bei allen persönlichen Problemen“ gab es in der vergangenen Saison viel Bedarf. Begleitung bei Arbeitsamt, Bewährungshilfe, BAFöG-Amt, Wohnungsgesellschaften etc. werden angeboten und wahrgenommen.


Vernetzung

Das Fanprojekt Lübeck ist in Lübeck und Schleswig-Holstein gut vernetzt. An den vierteljährlich stattfindenden Beiratssitzungen nehmen Vertreter der Hansestadt Lübeck, Polizei, Verein VfB Lübeck, Fankreis Lübeck und Träger teil.

Die Fanprojekte sind Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V. (BAG).

Es gibt einen Gesamtverbund, der einmal jährlich eine mehrtägige Bundestagung für alle Fanprojekte Deutschlands ausrichtet. Der Gesamtverbund ist in die Regionalverbünde Nord, Süd, Ost und West aufgeteilt. Das Fanprojekt Lübeck Mitglied der BAG-Nord, welche mindestens vierteljährlich Verbundtagungen ausrichtet. Jeder Verbund wird von zwei Verbundsprechern vertreten. Diese Verbundsprecher organisieren die Verbundtagungen, vertreten die Verbünde auf Bundesebene im Geschäftsführenden Arbeitskreis der BAG und sind Ansprechpartner für die Fanprojekte im Verbund. Der Mitarbeiter Christian Hauschild ist einer der Sprecher des Verbundes Nord und nimmt daher an regelmäßigen bundesweiten Tagungen teil. Eine enge Vernetzung besteht auch mit der Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS).

Die KOS nimmt regelmäßig an den BAG-Tagungen teil und begleitet / berät die Fanprojekte in Problemlagen bzw. unterstützt Institutionen und Behörden beim Aufbau von neuen Fanprojekten. Desweiteren arbeitet die KOS in diversen nationalen und internationalen Arbeitskreisen und Gremien mit.


Qualitätssiegel

Das Fanprojekt Lübeck hat dieses Qualitätssiegel 2011 erhalten und hat noch Gültigkeit bis Ende 2014. Dann wird ein erneuter Evaluierungsprozess stattfinden, indem die strukturellen und inhaltlichen Qualitätskriterien vor Ort abgefragt und bewertet werden.

Fanprojekte arbeiten nun seit mehr als 25 Jahren erfolgreich nach dem NKSS. Da eine stetige Weiterentwicklung nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ stattfinden muss, wurde 2010 das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“ eingeführt. In dem Verfahren der Qualitätssiegelvergabe geht es darum, den Mitarbeitern der Projekte zu mehr Handlungssicherheit und gemeinsamen Standards zu verhelfen. Im Zuge dessen werden die strukturellen Rahmenbedingungen der Fanprojekte überprüft und gegebenenfalls verbessert.

Über die Vergabe des Qualitätssiegels berät die AG Qualitätssicherung, eine Arbeitsgruppe, die aus VertreterInnen folgender Institutionen besteht:

  • AGJF (AG der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden)
  • BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte)
  • DFB (Deutscher Fußball-Bund)
  • DFL (Deutsche Fußball Liga)
  • dsj (Deutsche Sportjugend)
  • KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte)
  • Leibniz-Universität Hannover

 


Eric Cantona wurde von einem Journalisten gefragt, wer denn nun der beste Fußballer Frankreichs aller Zeiten wäre:

„Michel Platini oder Zinedine Zidane?“

Seine Antwort: „Keiner von beiden. Der Beste bin ich.“

 


logo_internationaler_bund Internationaler Bund

Seit Beginn des Jahres 2008 arbeitet das Fanprojekt Lübeck unter Trägerschaft des Internationalen Bundes. Finanziert durch die Hansestadt Lübeck, das Land Schleswig-Holstein und den DFB ist es gelungen, ein sozialpädagogisches Fanprojekt gemäß den Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit einzurichten, welches sich einer hoher Akzeptanz erfreut.

mehr Infos zum Träger

Unsere Unterstützer


Anfahrt



Kontakt

Fanprojekt Lübeck

Karlstraße 8-14 23554 Lübeck

Tel: 0451 42375

Fax: 0451 47975828

 

Manuel Kwiatkowski

Tel: 0176 / 86 74 85 06

E-Mail: Fanprojekt-hl@internationaler-bund.de

 

Christian Hauschild

Tel: 0157 / 52 81 04 22

E-Mail: christian.hauschild@internationaler-bund.de



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